Werden Graduierungen aus anderen Kampfsportarten anerkannt?

Antwort für einen Karateka aus einer anderen Stilrichtung: Vielleicht. Im allgemeinen unterzieht sich der Karateka bei Hanshi Mitsuya persönlich einer Prüfung und dieser entscheidet dann über die Einstufung. Logischerweise empfiehlt es sich daher vor dieser Prüfung intensiv unsere Karatestilrichtung, das MITSUYA-KAI-Karate, zu trainieren.

Für alle anderen Budoarten gilt die klare Antwort: Nein! Auch wenn das Outfit der Kampfsportler große Ähnlichkeit hat, sind die Kampfkünste doch sehr unterschiedlich. Betrachtet man z.B. Karate und Judo, könnte man Karate mit "Boxen" und Judo mit "Ringen" vergleichen, zwei völlig unterschiedliche Sportarten. Man versucht im Karate die Distanz zum Gegner zu wahren und attackiert mit Fauststößen und Fußtritten, während der Judoka eher den Kontakt zum Gegner sucht, um ihn zu werfen und zu verhebeln. Zwischen den verschiedenen Budoarten gibt es jedoch auch viele Schnittpunkte. Zum Beispiel sind das Fegen, Werfen und die Fallschule auch Bestandteil des Karatetrainings. Auch existieren prinzipiell Halte- und Hebeltechniken, jedoch werden diese aus Zeitmangel selten trainiert. Zwei- bis dreimal Training pro Woche reichen einfach nicht, um das ganze Spektrum dieser Kampfkunst abdecken zu können.

Es ist reine Geschmacksache, für welche der vielen Budosportarten man sich entscheidet. Keine ist besser oder schlechter als die andere und jede verdient tiefen Respekt. Letztendlich dient jede dazu, sich im Notfall verteidigen zu können und auch seine Gesundheit, Wohlbefinden und innere Ruhe zu stärken.